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Historische Fotos von Verkehrsmitteln aus dem Köln-Bonner-Raum

Die Bildsammlungen von Verkehrsbild Axel Reuther (VAR) und dem Verband Deutscher Verkehrsamateure (VDVA) verfügen über zahlreiche Bilddokumente von Nahverkehrsmittels im Köln-Bonner Raum. Mit Bildübersichten im Kleinformat werden ausgewählte Aufnahmen, geordnet nach bestimmten Themengebieten, nach und nach hier eingestellt. Dies soll Interessenten daran den Zugang erleichtern und die Auswahl der gewünschten Aufnahmen erleichtern. Hinweise zu Möglichkeiten von Erwerb und Nutzung gibt es im entsprechenden Menüpunkt dieser Internetseite. Zur Bestellung von Abzügen verwenden Sie bitte die jeweilige Signatur des Bildes.

 

Die Übersichten werden nach und nach zu folgenden Verkehrsunternehmen veröffentlicht:

- Strassenbahnen der Stadt Bonn

- Strassenbahn Bonn-Bad Godesberg-Mehlem (BGM)

- Elektrische Bahnen der Kreise Bonn Stadt, Bonn Land und des Siegkreises (SSB)

- Köln-Bonner-Eisenbahnen (KBE)

- Kölner Verkehrsbetriebe (KVB)

- Kleinbahn Siegburg-Zündorf (KSZ) mit Wahner Strassenbahn (WS)

- Bahnen des Rhein-Wupper-Kreises

- verschiedene Busbetriebe der Region

- Rhein-Sieg-Eisenbahn

- Bergbahnen im Siebengebirge (Drachenfels- und Petersbergbahn)

- Bahnen der Rheinischen Braunkohlenwerke (RBW)

 

Es wird jeweils zwei Kategorien von Übersichten geben, welche sich an den hauptsächlichen Interessensgebieten von Sammlern interessieren:

- Fahrzeuge

- Linien bzw. Strecken

 

Das Programm, mit dem die Bildübersichten erstellt werden, hat leider seine nicht nachvollziehbaren Eigenheiten. So werden Hochkantbilder meist um 90 Grad gedreht und bei einer fortlaufenden Nummerierung einige der letzten Nummern an den Anfang gesetzt.

 

21.12.2021

Hier nun die ersten Bildübersichten:

Der Wagenpark der Strassenbahnen der Stadt Bonn bestand bis zur grundlegenden Erneuerung in den Jahren 1958 bis 1960 ausschließlich aus Zweiachsern der Baujahre 1902 bis 1918. Beschafft worden waren insgesamt 48 Trieb- und 21 Beiwagen, von denen nach dem Zweiten Weltkrieg noch 40 Trieb- und 17 Beiwagen vorhanden waren. Mit ihren unterschiedlichen Zuständen der Modernisierung boten sie ein abwechslungsreiches Bild. Die überalterten und kleinen Fahrzeuge wollten nicht so recht zu einer Stadt passen, die als Regierungssitz zwar das Zentrum der Macht in der jungen Bundesrepublik war, sich aber vielfach immer noch als die beschauliche Universitätsstadt der Vorkriegszeit zeigte. Befahren wurden maximal vier Linien.

 

In den drei Bildübersichten, aufgeteilt auf zwei Nummernbereiche bei den Triebwagen und den Beiwagen, gibt es eine Auswahl von allen in den 1950er Jahren vorhandenen Trieb- und Beiwagen, wobei auch Veränderungen am Aussehen im Laufe dieser Jahre berücksichtigt sind.   

Strassenb. d. Stadt Bonn - 2x-Bw.pdf
PDF-Dokument [207.6 KB]

Bei der Rhein-Sieg-Eisenbahn (RSE) dominierten im Personenverkehr ab Mitte der 1950er Jahre die Autobusse. Mit zunehmender Ausdehnung des Liniennetzes wuchs der Wagenpark und wurde im Laufe der Jahre mit Neubeschaffungen modernisiert. In der Regel waren die Fahrzeuge an den Seiten und am Heck mit Werbung versehen. Für die Anbringung war ein spezielles Unternehmen zuständig, welches seine Arbeit schon sehr früh mit Farbaufnahmen aus verschiedenen Blickwinkeln dokumentierte. Die Übersicht enthält die erhalten gebliebenen Aufnahmen aus den 1950er und 1960er-Jahren. 

Keine Angst: Es folgen auch Aufnahmen von Schienenfahrzeugen (Lokomotiven, Triebwagen, Wagen). Bitte noch etwas Geduld!

12.01.2022
Gehen wir dieses Mal zurück in das Bonn der ersten Hälfte der 1950er-Jahre. Noch bestand das Straßenbahnnetz der "Straßenbahnen der Stadt Bonn" aus insgesamt vier Linien:

 

1: Dottendorf - Beuel (ab 1953 Dottendorf - Rheindorf)

2: Venusberg (Argelanderstraße) - Rheindorf (ab 1953 mit Linie 1 Endstation getauscht und nun nach Beuel)

3: Endenich - Friedensplatz und von dort große Schleife in einer Richtung Bornheimer Str - Kaiser-Karl-Ring (Endst. Frankenplatz) - Kölnstraße -   Friedensplatz zurück nach Endenich

4: Poppelsdorf - Rheindorfer Str. (Ministerien)

 

Diese Linienführung bestand seit Wiedereröffnung der Bonn-Beueler Rheinbrücke am 12. November 1949. Bereits am 28. August 1949 war das Streckenstück Koblenzer Straße - Gronau auf Busbetrieb umgestellt worden, da die antiquierte Straßenbahn in dem dort geplanten Regierungsviertel als störend empfunden wurde. Die Linie 3 fuhr nun zum Frankenplatz und ersetzte dort die Linie 4, welche fortan die Linie 2 Richtung Rheindorf bis in Höhe des Depots auf der Graurheindorfer Straße verstärkte.

 

Im Sommer 1951 wurde ein kurzes Streckenstück der Gronauer Strecke in der Siebengebirgsstraße bis zum neuen Bundeshaus wieder aktiviert und es verkehrten an Sonntagen "Einlegewagen" ab dem Bonner Bahnhof über die Strecke der Straßenbahn Bonn - Bad Godesberg - Mehlem (BGM) über die Kaiserstraße und die Siebengebirgsstraße. Auf dem Weg der ursprünglichen Linie 3 verkehrte bereits ab Februar 1951 die Obuslinie 15 nach Gronau, hatte aber dort die Endstation an anderer Stelle.

 

"Überaltert und überfordert", das war die Situation der städtischen Straßenbahn dieser Zeit. Ein durch die Kriegsereignisse reduzierter Wagenpark mit sehr kleinen Fahrzeugen stand ein durch seine Aufgabe als Bundeshaupstadt stark wachsendes Fahrgastaufkommen gegenüber. Die "neuesten" Triebwagen stammten von 1914, die zuletzt gelieferten Beiwagen waren gerade mal vier Jahre jünger. Für eine grundlegende Modernisierung fehlte das Geld, da mit neuen Fahrzeugen auch das verschlissene und kaum für größere Wagen geeignete Gleisnetz hätte erneuert werden müssen. Um für die stark belasteten Linien 1 und 2 Fahrzeuge für eine Verdichtung des Betriebes frei zu bekommen, fiel der Beschluss, die nicht so stark frequentierten Strecken der Linien 3 und 4 auf Obus- bzw. Busbetrieb umzustellen. Auch die Linie 2 zum Fuße des Venusberges sollte dort aufgegeben werden und die Linie 1 auf dem Weg nach Dottendorf verstärken. Diese Umstellung vollzog sich in zwei Schritten 1953 und 1955:

 

04.Oktober 1953:

- Einstellung der Linie 4 von Poppelsdorf zur Rheindorfer Straße (das allein bediente Streckenstück von der Weststadt nach Poppelsdorf war   dabei keine zwei Kilometer lang und wurde durch eine Obuslinie 16 ersetzt, die direkt zu den Krankenanstalten auf dem Venusberg fuhr.

 

- Einstellung der Linie 3 durch die Nordstadt zum Frankenplatz. Zum Ersatz der Linie 4 fuhr nun die 3 zu den Ministerien an der Rheindorfer Straße.

 

03.April 1955:
- Einstellung der Linie 3. Die 2,5 km lange Strecke vom Bahnhof nach Endenich wurde nun von einer Buslinie bedient. Auch der Obus war in Endenich präsent, benutzte aber aus der Stadt eine andere Strecke als die Straßenbahn.

 

- Einstellung der Linie 2 auf der Argelanderstraße (1,6 km) und ebenfalls Ersatz durch Autobusse.

 

Damit verblieb das Netz mit den beiden Linien 1 und 2, wie es über 35 Jahre Bestand haben sollte. Die auf der Linie 3 nicht mehr benötigten Triebwagen fuhren unter dem Liniensignal "1" bis zur Anlieferung neuer Gelenk- und Großraumzüge in den Jahren 1959-60 weiterhin zwischen dem Bonner Bahnhof bis Rheindorfer Straße zu deren Verstärkung. Zum Wenden nutzten sie die hinter dem Bahnhof in die Quantiusstraße führenden Gleise, die es als letztes Reststück der einstigen Linien 3 und 4 nach Endenich und Poppelsdorf heute noch gibt. 

 

Als Beginn der Erinnerung an die ehemaligen Linien 3 und 4 findet sich nachstehend die Bildübersicht der von der alten Linie 3 in den Jahren 1951 bis 1955 entstandenen Aufnahmen. Es hat ja ab 1970 mit Übernahme der BGM durch die Bonner Stadtwerke wieder eine Linie 3 gegeben, daher die Unterscheidung. Auch für diese werden hier bei Gelegenheit Aufnahmen eingestellt werden.

 

Zu verdanken haben wir dieses wertvolle Bildmaterial in erster Linie den beiden in Bonn wohnenden Verkehrsfreunden Manfred Schoen (MS) und Karl-Heinz Wipperfürth (KHW). Schoen begann bereits 1951 damit, die Bonner Verkehrsmittel zu fotografieren, Wipperfürth folgte 1953. Schoen kommt aber auch der Verdienst zu, Netz und Fahrzeuge im Jahr 1953 erfasst und in Zeichnungen und Listen dokumentiert zu haben. Kaum als Fotograf, dafür umso mehr als Chronist des Verkehrsgeschehens schon seit den 1930er Jahren aktiv war der Bonner Claus von den Driesch. Seine Aufzeichnungen aus dem gesamten rheinischen Raum sind eine wertvolle Quelle. Er war es auch, der von einem jüdischen Fotografen angefertigte Glasplatten aus den 1920er und 1930er-Jahren rettete. Sie gingen nach seinem Tod an K.H. Wipperfürth über und blieben bis heute nutzbar erhalten. Gleiches gilt auch für die großformatigen Platten des Bonner Industrie- und Architekturfotografen Alex Keller, der sich ebenfalls mit Verkehrsmitteln der Region beschäftigte.

 

Darüber hinaus haben auch auswärtige Verkehrsfreunde das Bonner Verkehrsgeschehen bildlich erfasst. Peter Boehm (PB) aus Düsseldorf machte in Bonn 1949 seine ersten Mittelformataufnahmen, der zunächst in Wuppertal ansässige und später ebenfalls in Düsseldorf lebende Dieter Waltking (DW) besuchte Bonn 1950 zum ersten Mal.

Bonn (alte) SL 3, 1951 - 1955.pdf
PDF-Dokument [470.3 KB]

In der für Bestellung des Bildes notwendigen Signatur steht für eine vollständige Übertragung nur ein begrenzter Zeichenvorrat zur Verfügung. Daher sind bei den Bildern keine Aufnahmeorte angegeben, sondern mit einem Buchstaben der Streckenbereich. Für die Linie 3 bedeuten sie:

- E = Bereich Endenich

- I = Bereich der Innenstadt zwischen Bahnhof und Friedrichsplatz (später Friedensplatz) bzw. Koblenzer Tor (bis 1949)

- G = Gronau (bis 1949, bzw. Pendelverkehr 1951)

- N = Nordstadt (Stadtring der Linie 3 über Kaiser-Karl-Ring) sowie Kölnstraße und Rheindorfer Straße

- W = Weststadt ab Tunnelausfahrt unter den Bahnhofgleisen bis Grenze zu Endenich

 

Bei Bestellung werden diese auf den Aufnahmen vollständig angegeben.

03.04.2022: Die Straßenbahn Bonn-Bad Godesberg-Mehlem in Farbe

In der nachfolgenden Bildübersicht wird das gesamte vorhandene Dia-Bildmaterial der BGM vorzugsweise aus den 1970er Jahren gezeigt. Zu sehen sind die für diese Bahn ab 1953 typischen dreiachsigen Trieb- und Beiwagen im Einsatz auf der zunächst als GM und ab 1969 als (neue) Linie 3 der Stadtwerke Bonn bezeichneten Strecke. Die verschiedenen Lieferungen weisen bauliche Unterschiede auf. Neben den Dreiachsern gab es einen eher selten eingesetzten achtachsigen Gelenkwagen und für innerbetriebliche Zwecke zwei in Dienstwagen umgebaute dreiachsige Triebwagen und einen neukarossierten Zweiachser. Die Aufnahmen sind nach Wagennummern sortiert. Während der Umbauten auf Stadtbahnbetrieb lief der Betrieb der Linie 3 zunächst weiter, mit dessen Aufnahme am 23.034.1975 wurde er auf die Anschlußstrecke von Bad Godesberg nach Mehlem reduziert und schließlich am Tag vor Heiligabend 1976 endgültig eingestellt. In der letzten Phase verkehrten nur noch Zweiwagenzüge aus zwei Triebwagen. Züge ohne mittleren Beiwagen kamen aber auch zuvor schon an Sonn- und Feiertagen und auf den im Berufsverkehr laufenen Zügen bis Rüngsdorf zum Einsatz. Einige Beiwagen besaßen auf einer Seite einen Führerstand und konnten so ebenfalls im Zweiwagenzug gemeinsam mit einem Triebwagen laufen.      

BGM in Farbe.pdf
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Bitte beachten Sie noch folgenden Hinweis: Die Originalformate der Negative sind entweder rechteckig oder quadratisch. Die Fotopapierformate sind ausschließlich rechteckig, passen aber für die formatfüllende Abbildungen auch bei gleichartigen Negativen nicht unbedingt zusammen. Bei quadratischen Negativen fallen dabei Streifen des Bildes oben und unten weg, bei rechteckigen Streifen rechts und links. Natürlich wird bei der Ausarbeitung darauf geachtet, dass dies keine motivbestimmenden Teile betrifft. Sind diese betroffen, so werden die Aufnahmen "ohne Anschnitt" angefertigt, so dass sich weiße Streifen an den Bildrändern ergeben. Besteht Interesse daran, dass auf jeden Fall das komplette Motiv (so wie es auch in den Kleinansichten gezeigt wird) gezeigt wird, so sollten die Bilder direkt mit dem Hinweis "ohne Anschnitt" bestellt werden.