Neuigkeiten

20.12.2015

Es ist schon wieder über ein Jahr her, dass an dieser Stelle einige Neuigkeiten präsentiert wurden. Der bevorstehenden Jahres-wechsel soll genutzt werden, über die zwischenzeitlich erfolgten Veränderungen zu informieren. Die Aktivitäten des abgelaufenen Jahres erstreckten sich aus Zeitgründen in erster Linie auf die Beantwortung eingehender Anfragen und die Abwicklung der daraus folgenden Bestellungen. Dennoch konnte auch wieder einiges neues Material bearbeitet und in die Sammlung aufgenommen werden.

Die listenmäßige Zusammenstellung des nunmehr vollständig bearbeiteten Bildmaterials von Gerd Leimbach konnte leider noch nicht abgeschlossen werden. Es ist aber vorgesehen, die Liste Anfang 2016 fertig zu stellen und zu veröffentlichen. Gezielte Anfragen werden gerne entgegen genommen. Gerd Leimbach hat überwiegend Fahrzeuge meist formatfüllend aufgenommen. Er fotografierte ausschließlich Schienenfahrzeuge von städtischen Verkehrsbetrieben und Klein- und Privatbahnen und dies überwiegend in der alten Bundesrepublik. Neben den Triebfahrzeugen fanden auch Bei- und Reisezugwagen sowie Dienst- und Güterfahrzeuge das Interesse der Fotografen. Als regelmäßiger Teilnehmer von Jahrestagungen des VDVA besuchte er dabei auch die Nachbarländer Belgien, Niederlande, Österreich und Schweiz. Bis Ende der 1970er Jahre entstanden ausschließlich schwarz-weiß Bilder, danach bis Mitte der 1980er Jahre parallel auch Farbnegative, danach dann ausschließlich. Seither gehörten auch regelmäßige Besuche der Schweizer Bahnen zum Programm des Fotografen. Neben den eigenen Fotografien ergänzte er hauptsächlich das Bildmaterial von deutschen Privatbahnen durch gezielte Käufe von Bildern anderer Fotografen. Ziel war dabei, einen möglichst breiten Querschnitt aller Fahrzeuge, auch solcher die er selbst nicht fotografiert hat, zu bekommen. So gibt es außer den Negativscans tausende Karteikarten mit schwarz-weiß Originalfotos. Auch dieses Material ist sortiert und steht für Anfragen zur Verfügung.

Von Fritz Roth sind nicht nur 100 weitere Filme aus Ende der 1980er/Anfang der 1990er Jahre gescannt worden, sondern auch zahlreiche, bisher verschwunden geglaubte ältere Filme aufgetaucht, deren Bearbeitung ebenfalls erfolgte. Das Material steht zur Verfügung, was weiterhin noch fehlt, ist die listenmäßige Zusammenstellung. Roth war ebenfalls ein reiner „Typenfotograf“ und hat Fahrzeuge zumeist formatfüllend aufgenommen. Auch wenn ab Ende der 1960er Jahre zunehmend der Farbnegativfilm zum Einsatz kam, ist zusätzlich weiterhin auch schwarz-weiß fotografiert worden. „Arbeitsgebiete“ von Roth waren hauptsächlich Deutschland, schon ab 1958 regelmäßig die Schweiz und nach 1990 auch die ehemalige DDR. Es sind sowohl Straßenbahnen als auch Busse abgelichtet worden. In der Schweiz fanden zusätzlich auch die Fahrzeuge der Privatbahnen bevorzugtes Interesse. Die fotografische Tätigkeit Roths erstreckte sich dabei auch auf Reisezug- und Güterwagen. Gezielte Anfragen können bereits beantwortet werden.

Der langjährige VDVA-Vorsitzende Günter Stetza hat zwar kaum selbst fotografiert (die Negative befinden sich im Bestand der VDVA-Bildsammlung), für seine journalistische Tätigkeit erhielt er aber von Fahrzeugherstellern und Bahnverwaltungen zahlreiche hochwertige Profiaufnahmen, überwiegend als Porträts von Fahrzeugen aber auch technischen Detailbildern. Dieser etliche tausend Aufnahmen umfassende Bestand ist nun zumindest nach Sachgebieten sortiert, für den Bereich der städtischen Verkehrsmittel auch nach Betrieben. Es ist auch ein größerer Posten Werkaufnahmen der Düsseldorfer Waggonfabrik (DÜWAG) vorhanden. Teilweise ist das Material auch bereits gescannt, da es für Veröffentlichungen Verwendung gefunden hat oder dafür genutzt werden sollte. Bei Anfragen findet es bereits Berücksichtigung, wenn es zum Suchgebiet passt.
Der zur VDVA-Bildsammlung gehörende Negativ- und Diabestand von Günter H. Köhler ist weiter bearbeitet worden. Die schwarz-weiß Negative, beginnend 1974, sind bis 1989 gescannt aber noch nicht vollständig sortiert. Sie können aber für Anfragen genutzt werden. Die tausende Aufnahmen umfassende Diasammlung ist komplett sortiert, aber erst in Ansätzen gescannt. Köhler hat städtische Verkehrsmittel auf Schienen und "auf Reifen" (O- und Autobusse) ziemlich gleichberechtigt fotografiert. In Österreich und der Schweiz gehörten ab Anfang der 1980er Jahre auch Privatbahnen zum Interessensbereich. Mit Wohnort in der Nähe von Frankfurt am Main bilden die Verkehrsmittel dieser Region einen weiteren Schwerpunkt. Als regelmäßiger Teilnehmer an Reisen des Veranstalters Intra-Express hat Köhler auch in zahlreichen Ländern der Erde Verkehrsmittel fotografiert, so etwa in der ehemaligen Sowjetunion, aber auch in Nordamerika. Eine listenmäßige Erfassung des Bestandes scheint erst sinnvoll, wenn er komplett bearbeitet ist. Dies wird aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen.
Die Negativ- und Diasammlung des vor einigen Jahren verstorbenen Kölner Verkehrsfreundes Klaus Mayen ist mittlerweile vollständig erfasst und weitgehend bearbeitet. Er fotografierte ab Ende der 1960er Jahre in schwarz-weiß und stieg dann in den 1980er Jahren auf Dias um. Da er auch intensiv mit anderen Fotografen tauschte, ist nicht immer ersichtlich, ob es sich bei den Bildern um eigene Aufnahmen oder fremdes Material handelt. Der Schwerpunkt der Aufnahmetätigkeit liegt auf Köln und Umgebung, es sind aber auch bei Sonderfahrten und Besuchen zahlreiche Aufnahmen anderer Betriebe und Bahnen entstanden. Eine listenmäßige Erfassung steht noch aus, das Material wird aber bei Anfragen in der Zusammenstellung des vorhandenen Materials berücksichtigt.
Im letzten Jahr sind auch aus verschiedenen übernommenen Nachlässen stammende kleinere Bestände nach Anfragen bearbeitet worden, da sie in das dortige Suchgebiet gut hineinpassten. Von Joachim Berger, der in Köln gelebt hat, stammen zahlreiche Aufnahmen aus den späten 1940er und frühen 1950er Jahren, zum Teil noch in Form von Glasplatten. Sie zeigen Fahrzeuge des Personen- und Güterverkehrs der Köln-Bonner Eisenbahnen (KBE).
Aus der umfangreichen Fotosammlung des Berliner Verkehrsfreundes Wolfgang Kramer ist der komplette Bestand zu Österreich mit Aufnahmen der Straßenbahnen, Obusse und elektrischen Privatbahnen bearbeitet und steht zur Verfügung.
Der ebenfalls aus Berlin stammende Verkehrsfreund Hans Engel, der ab den 1960er Jahren bis zu seinem Tod im Bergischen Land lebte, hat eine umfangreiche Sammlung von schwarz-weiß Negativen im Mittel- und Großformat hinterlassen. Es handelt sich in erster Linie um Reproduktionen von Fahrzeugaufnahmen aus Fabrikkatalogen von Herstellern, vereinzelt aber auch um eigene Aufnahmen, deren Entstehung bis in die 1930er Jahre zurückreicht. Oft sind es nur einzelne Motive, die entstanden sind. Eine listenmäßige Aufarbeitung ist zunächst nicht geplant.
Die hunderte gerollten Kleinbildfilme des zuletzt in Gelsenkirchen wohnenden Verkehrsfreundes Karl Lindow zu bearbeiten, ist aufgrund der langen Lagerung eine Herausforderung. Lindow, aus Berlin stammend, hat zu Beginn der 1950er Jahre etliche Jahre auch in Hamburg gelebt. Seine Filme enthalten auch Aufnahmen zu anderen Themen, so dass die Sichtung schon aus dem Grunde anstrengend ist. Auch liegen sie bunt durcheinander gewürfelt in großen Kisten und außer einem in den Filmanfang geritztem Aufnahmemonat und -jahr gibt es keine weiteren Informationen dazu. Bei seiner fotografischen Tätigkeit von Verkehrsmitteln interessierten ihn nicht nur Fahrzeuge, sondern auch die Infrastruktur in Form von Gleisen und Fahrleitungen sowie Betriebsanlagen wie Depots. So finden sich auf etlichen Filmen nur wenige oder keine Aufnahmen mit Fahrzeugen. Aus dem Material ist ein Teil der zur Bearbeitung als lohnenswert betrachteten Streifen herausgezogen und gescannt worden. Darauf finden sich zahlreiche Betriebe des In- und Auslandes ab Beginn der 1950er bis in die 1970er Jahre. Herausragend ist dabei ein größerer Bestand von Betriebsbildern von Hamburg aus den frühen 1950er Jahren.
Aus dem Nachlass des Stuttgarter Fotografen Christoph Köhler sind nachfragebedingt weitere Betriebe bearbeitet worden: Dessau, Iserlohn, Kleve, Koblenz, Monheim und Offenbach sowie die niederländischen Betriebe Amsterdam, Den Haag, Rotterdam und NZH.
Aus Anlass der Stilllegung der Dürener Eisenbahn (DEAG) vor 50 Jahren (1964) ist für einen Vortrag das gesamte vorhandene Bildmaterial dieses interessanten Betriebes in den vorhandenen Sammlungen zusammengestellt worden. Es steht so anderen Interessenten ebenfalls auf Nachfrage in Form von Kleinansichten zur Verfügung. Ähnliche Übersichten sind nach entsprechenden Anfragen auch von etlichen anderen Betrieben vorhanden und können per Mail/Post angefordert werden:
- Bahnen der Stadt Monheim/Kleinbahn der Rheingemeinden
- Belgische Kleinbahngesellschaft SNCV
- Bahnbetrieb der Rheinischen Braunkohlenwerke (RBW) auf Normal- und Meterspur
- Strassenbahnen Granada und Granada – Sierra Nevada
- Strassenbahn Esslingen – Nellingen – Denkendorf (END)
- Strassenbahn Reutlingen
- Trossinger Eisenbahn
- Dampf- und Diesellokomotiven der Köln-Bonner Eisenbahnen (KBE)
- Dampf- und Diesellokomotiven der Köln-Frechen-Benzelrather Eisenbahn (KFBE)
- DÜWAG-Gelenkwagen der Kölner Verkehrsbetriebe, nach Nummern sortiert
- Busse der Kraftverkehr Wupper-Sieg in Farbe der 1960er- und 1970er Jahre
Es ist ohnehin eines der "großen Ziele" des Bild-Archivs das vorhandene Material sammlungsübergreifend nach Betrieben und Fahrzeugtypen zu sortieren und hier mit Kleinansichten einsehbar zu machen. Der Zeitaufwand hierfür ist jedoch immens hoch, so dass sich dies nur über einen längeren Zeitraum verwirklichen lässt.
Auch wenn sich die Bildsammlung schwerpunktmäßig auf städtische Verkehrsmittel erstreckt, können wir auch Eisenbahnfreunden und hier vor allem Interessenten an Klein- und Privatbahnen einiges bieten. Aber auch zum Bereich der "großen" Eisenbahn, also der Staatsbahnen, gibt es zahlreiches Bildmaterial mit Schwerpunkt DB, ÖBB und SBB. Auch das Thema Binnenschiffahrt ist mit kleineren Beständen vertreten. Dieses Material ist da, wird aber nicht aktiv dargestellt und beworben. Daher: Fragen Sie nach - es gibt viel mehr als Sie denken!