Das VDVA-Bildarchiv

 

Wer ist der VDVA?
Der Verband Deutscher Verkehrsamateure (VDVA) ist ein Zusammenschluss von Verkehrsfreunden und besteht in dieser offiziellen Form seit 1956. Bis zu seinem Tod 1974 war einer seiner Gründer, Günter Stetza aus Essen, sein Vorsitzender. Stetza, als Verkehrsreferent und freiberuflicher Fachjournalist auch beruflich eng mit dem Thema Verkehr in all seinen Facetten verbunden, gehörte schon vor dem Krieg zu denjenigen, der die "Amateure", also jene, die sich in ihrer Freizeit und als Hobby mit der Materie beschäftigten, zusammenführte und sie zum Austausch ihrer Erfahrungen und Fotos anregte und anhielt. Bereits ab Februar 1946 (!) gab er, mit Genehmigung der damaligen amerikanischen Militärregierung, mit dem "Sammlerbrief" ein Mitteilungsblatt für Verkehehrsfreunde heraus. Ab 1956 in "Der deutsche Verkehrsamateur" (DVA) umbenannt, existierte es mit monatlicher Erscheinungsweise, bis 1974.

Stetza`s Bestrebungen, den Kontakt der Verkehrsfreunde untereinander und vor allem auch überregional zu vertiefen, dienten die jährlichen "Verkehrsfreundetreffen". Erstmalig 1948 im Ruhrgebiet durchgeführt, fanden sie ab 1951 regelmäßig und nach Gründung des VDVA ab 1956 unter dem Begriff "Jahrestagung" statt. Zunächst waren nur Verkehrsbetriebe in der Bundesrepubblik das Ziel der Besichtigungen, ab 1965 kam auch das benachbarte Ausland hinzu.
Die Jahrestagungen stellen auch heute noch die Hauptaktivität des VDVA dar.
Weitere Informationen über den VDVA erhalten Sie auf seiner Internetseite www.vdva.de
Das VDVA-Bildarchiv und seine Entstehung
Schon Günter Stetza hatte die Verkehrsfreunde dazu ermuntert, Bilder nicht nur für die eigene Sammlung anzufertigen, sondern diese auch durch Kauf- und Tauschmöglichkeiten zugänglich zu machen. So entstand in den fünfziger und sechziger Jahren eine umfangreiche Sammlung von Fotos und zum Teil auch Negativen. Sie war nach dem Tod von Stetza im Jahre 1974 lange Jahre bei einem Verkehrsfreund unzugänglich eingelagert. Erst durch seinen Wunsch, die Sachen aus Platzgründen abzugeben, gelangte die Sammlung Ende der neunziger Jahre wieder unter die Obhut des Verbandsvorstandes. Es wurde eine Aufarbeitung und Neuordnung beschlossen mit dem Ziel, sie
Interessenten wieder zugänglich zu machen.

Die "Bildsammlung Stetza" in der übernommenen Form verfügt über mehr als 18.000 Aufnahmen in schwarz-weiß, vorwiegend aus den Jahren 1928 bis 1970. Der Schwerpunkt liegt bei Straßenbahnen, es gibt aber auch Fotos von Eisenbahnen, U-Bahnen, Obussen und Autobussen. Eine Übersicht über die Betriebe, von denen Aufnahmen vorliegen, finden Sie in der nachfolgenden Übersicht.

Die Preise und Nutzungsbedingungen erfahren Sie hier.    

VDVA-Preisliste 2015.pdf
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Seit 2005 betreut das VDVA-Bildarchiv auch den Nachlass des in dem Jahr verstorbenen Verkehrsfreundes Günter H. Köhler aus Frankfurt am Main. Dazu gehört die wertvolle Bildsammlung von Friedrich Grünwald mit hochwertigen Aufnahmen aus der Vorkriegszeit ebenso, wie die von ihm betreuten fotografischen Nachlässe von Walter Steinberger aus Frankfurt, Heinrich Dillmann aus Nürnberg und Maximilian Krafft aus Offenbach. Ebenso dazu zählen die Deutschland-Aufnahmen des englischen Verkehrsfreundes J.H. Price, der als Besatzungssoldat bereits 1946 begonnen hatte, hier städtische Verkehrsmittel zu fotografieren.
Die Bildsammlung Stetza und das Archiv Köhler befinden sich derzeit in der Aufarbeitung. Eine Übersicht über das vorhandene Material kann derzeit noch nicht vorgelegt werden, für konkrete Anfragen ist das vorhandene Material aber bereits nutzbar.
An eigenen Aufnahmen von Günter H. Köhler gibt es eine umfangreiche Sammlung von schwarz-weiß Negativen (ab 1974); Dias (ab 1981) und Farbnegativen (ab 1995), die ebenfalls nach und nach bearbeitet und zugänglich gemacht werden.

Seit einigen Jahren arbeitet das VDVA-Bildarchiv den fotografischen Nachlass des Verkehrsfreundes Gerd Leimbach auf. Die Negative sind so weit erfasst, dass ihr Inhalt in Listenform dargestellt werden kann. Noch nicht in der Zusammenstellung enthalten sind die tausenden Fotoabzüge, die Leimbach im Kauf oder Tausch von anderen Verkehrsfreunden erworben hat.

Im Jahre 2008 konnten weitere Teile des jahrzehntelang in einem Keller eingelagerten "Archiv Stetza" vom VDVA gesichtet und übernommen werden. Die darin enthaltenen Aufnahmen von VDVA-Jahrestagungen der vierziger und fünfziger Jahre werden nach und nach zugänglich gemacht, ebenso die mehreren Tausend Presse- und Fabrikaufnahmen von Herstellern oder Unternehmen aus allen Bereichen des Verkehrswesens.